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Qualitätssiegel
Das eqs.-Institut, als Tochterunternehmen der Marseille-Kliniken AG, hat ein eigenes
Qualitätssiegel entwickelt. So sehen Interessenten, Bewohner
und ihre Angehörigen auf einen Blick, welche Qualität die Altenpflegeeinrichtungen
aufweisen. Um das Siegel zu erhalten, müssen die Häuser
entsprechende Kriterien erfüllen.
Kennzahlen des eqs.-Institut-Siegels
Hinter dem eqs.-Institut-Siegel stehen Kennzahlen, die umfassend über
die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der pflegerischen Versorgung
informieren. Die Daten stammen aus zwei Quellen:
- der Angehörigenbefragung
- den internen Audits.

Was bedeutet Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität?
- Eine gute Strukturqualität erkennt man an den Rahmenbedingungen der Pflege, z.B. der baulichen Ausstattung der Einrichtung oder der
qualifizierten Ausbildung der Pflegekräfte.
- Prozessqualität zeigt sich an der Art der Durchführung und dem Umfang der erforderlichen Leistungen sowie ihrer Zielsetzung, z.B. an der Art, wie die Pflegekräfte mit den Bewohnern umgehen
und die Pflege gestalten.
- Ergebnisqualität verweist auf das Resultat der Bemühungen aller erbrachten Leistungen. Sie ist immer dann hoch, wenn die Bewohner zufrieden sind, ihre Erwartungen erfüllt
werden und sie gut gepflegt sind. Gute Pflege lässt sich insbesondere an ihrem Gesundheitszustand beurteilen. So weisen bspw. Druckgeschwüre deutlich auf pflegerische Defizite hin.
Berechnung des Gesamtwertes
Der Gesamtwert entscheidet über die Vergabe des eqs.-Institut-Siegels.
Nur Einrichtungen, die einen besseren Wert als 2,0 auf einer Skala von
1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft) aufweisen, erhalten das Siegel. Alle Einrichtungen
der Marseille-Kliniken AG liegen in der Bewertung zwischen
1,4 und 2,5 Skalenpunkten und weisen insgesamt eine gute Qualität auf.
Angehörige als "Experten für Qualität"
Die Angehörigen beurteilen die Einrichtungen aufgrund der subjektiven
Wahrnehmung oft strenger als die Auditoren. Um die Kundenmeinung
entsprechend zu berücksichtigen, fällt in der Zusammenrechnung beider
Werte die Angehörigenbefragung stärker ins Gewicht. Während die
Auditoren auch interne Prozesse, wie z. B. die Dokumentation der
Pflege beurteilen, erleben die Angehörigen nur die direkte Betreuungssituation.
Durch die stärkere Wertung der Angehörigenbefragung (60 %) im
Vergleich zu den internen Audits (40 %) wird es für die Einrichtungen schwieriger, das Siegel zu erlangen.

Vergabezeitpunkt
Das für ein Jahr gültige Siegel wird im Anschluss an die Auswertung
der Ergebnisse der Angehörigenbefragung verliehen. Die internen Audits
werden über das Jahr verteilt durchgeführt; hier greifen die Daten zum
Stichtag des Geschäftsjahresendes. Nach Ablauf des Jahres wird anhand
der neuen Daten kontrolliert, ob die Einrichtung die Kriterien für die
erneute Vergabe des Siegels erfüllt.
In diesem Jahr haben 59 % der Pflegeeinrichtungen der
Marseille-Kliniken AG das Qualitätssiegel erhalten. Die Einrichtungen,
die bisher die Voraussetzungen für die Siegelvergabe noch nicht erfüllt
haben, arbeiten mit den beschriebenen Instrumenten des Qualitätsmanagements
kontinuierlich weiter an der Zielvorgabe.
Lesen Sie hier welche Einrichtungen das Siegel verliehen bekommen haben. |
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